Rotes Blut auf Weißem Schnee

von Christopher Abendroth (www.abendwelten.de)

 

Eine feuchtfröhliche, gesellige Wärme erfüllte das Wirtshaus von Dernthal. Sie speiste sich aus dem Holzfeuer im großen Kamin und aus Dutzenden Gästen, die sich dicht an den Tischen drängten. Es roch nach Bier, Schnaps und ungewaschenen Leibern. Das Stimmengewirr, durchbrochen von derbem Lachen oder fröhlichen Ausrufen, tat sein Übriges, um Kjell zu versichern, dass alles in bester Ordnung war. Mehr konnte ein Wirt nicht wollen.

All dies wurde jäh unterbrochen, als die Tür aufsprang, vom Wind gegen die Wand geknallt wurde und einen Schwall eiskalter Luft hereinwehte. Die Gespräche erstarben, der Alkohol war vergessen und Hälse wurden gereckt. Zwei dichtvermummte Gestalten, umtanzt von wirbelnden Schneeflocken, traten herein und stemmten die Tür wieder zu. Erst als sie ihre Mützen abnahmen und die Felle von den Mündern schoben, entspannten sich alle. Nur Ingvild und Knut. Sollten sie nicht auf der Jagd sein?

"Was‘n los, Knut?", rief eine Frau. "Sind Deine Finger zu kalt, um eine Klinke festzuhalten? Leute, macht ihm Platz am Feuer und bringt ihm ein Glas warme Milch!"

Die Gäste lachten aus vollem Halse und klopften sich ausgelassen auf die Schenkel. Knut schien das nicht zu kümmern. Ohne ein Wort zog er seinen schweren Mantel aus und hob sein Hemd an. Die Fröhlichkeit verebbte beim Anblick eines mehrfach um den Bauch gewickelten Verbandes, durch den frisches Blut drückte.

"Verflucht, was ist dir denn passiert?", verlangte die Spötterin zu wissen. Knut reagierte nur mit einer derben Geste und ging zum Tresen. Geraune und Getuschel folgte ihm.

Ingvild, die sich ihm anschloss, wurde am Arm gepackt. "Spuck’s aus, ehe einer behauptet, Knut hätte sich mit einem Bären vergnügt."

Lachen wollte darüber keiner so recht, als Ingvild ihr Angesicht hob. Sie sah aus wie der lebendige Tod. Die Augen blickten gehetzt, die Haut wirkte wächsern und bleich. Sie murmelte etwas, das Kjell auf diese Entfernung nicht verstand.

"Ein Nachtwolf?" Ein Grölen machte die Runde. "Warum nicht gleich ein Frostdrache? Schick dich heim mit deinen Ammenmärchen. Am Ende war’s ein Rentier mit Hundswut!"

"Mir ist dieses Ammenmärchen zwei Krüge Met wert!", rief da plötzlich eine kräftige Stimme vom Kamin her. Das war der Fremde aus der Stadt, erkannte Kjell. Ein raubeiniger Kerl, eindeutig ein Abenteurer – die Narben in seinem Gesicht sprachen Bände.

Knut maß ihn mit ruhigem Blick, bevor er mit den Schultern zuckte und Richtung Feuer ging. Ingvild tat es ihm gleich. Die drei steckten die Köpfe zusammen und der Wirt beeilte sich, der Bestellung nachzukommen. Nicht, dass er das Beste verpasste. Mit den vollen Krügen schlängelte er sich durch die Reihen und trat unauffällig näher.

"... so groß wie ein Ackergaul", raunte Knut gerade. "Das Fell war nicht einfach nur schwarz. Es schien das Licht zu fressen."

"Welche Augenfarbe hatte der Wolf?", fragte der Fremde ungerührt.

"Woher ..."

"Das Vieh hat Euch gebissen. Sagt nicht, Ihr habt seine Augen nicht gesehen", hakte der Abenteurer nach.

"Du kannst mich ...", knurrte Knut.

Doch Ingvilds Stimme, leise und zitternd, ließ ihn verstummen: "Grün wie die Nordlichter. Geisterhaft grün."

Das schien dem Fremden zu genügen, denn er nickte zufrieden. "Wo war das?"

"Drei Stunden nordöstlich von hier", brummte Knut. "Am Nimmerkalten See."

"Hervorragend." Der Abenteurer erhob sich derart unerwartet, dass er beinahe mit Kjell zusammenstieß. "Wirt, ich breche sofort auf. Haltet meine Stube frei – ich bin in vier Tagen wieder hier." Bei diesen Worten klimperten fünf Silbermünzen auf den Tisch – mehr als ausreichend.

"Ihr wollt einen Nachtwolf jagen?", entkam es dem Kjell ungläubig, während er den beiden Eingeladenen ihre Krüge hinstellte. Er kannte die Schauergeschichten von ganzen Gruppen, die von der Jagd auf ein solches Untier nicht heimgekehrt waren. "Völlig allein? Das ist Wahnsinn!"

"Wahnsinn?" Der Fremde grinste. "Ich nenne es eine Herausforderung." Mit diesen Worten stapfte er zur Treppe, die hoch zu den Zimmern führte.

Angewidert spuckte Knut in den Honigwein vor sich und schob ihn weg. "Dreckiger Gildenjäger." Der Beschimpfte schien es nicht zu hören.

 

Der Sturm hatte die Wolken mit sich gerissen und ein makelloses Firmament entblößt. Auf diese Weise waren die Spuren der beiden Jäger selbst bei Nacht nicht schwer zu finden. Der kalte Schein eines schwindenden Halbmonds tauchte die Winterlandschaft aus Weite und vereinzelten Baumgruppen in ein surreales Licht. Dieser Eindruck wurde noch dadurch verstärkt, dass eine vollkommene Stille über allem lag. Einzig das rhythmische Knirschen seiner Stiefel hielt Ryszard davon ab, sich für taub zu halten.

Dreckiger Gildenjäger, ging es ihm nicht das erste Mal durch den Kopf. Er wollte sich einreden, dass der gekränkte Stolz eines Mannes aus Knut gesprochen hatte. Schließlich schickte sich Ryszard an, allein eine Bestie zur Strecke zu bringen, die zwei Dörfler fast umgebracht hatte. Indessen gelang ihm das nicht so recht. Es war allerorts dasselbe. Die Hinterwäldler schauten auf die Jäger der Gilde hinab, jubelten am Ende aber doch, wenn es in der Gegend wieder sicher war.

Mürrisch berührte er den zweiten von fünf Edelsteinen an dem Amulett, das die Kälte von ihm fernhielt. Rasch wurde ihm wärmer. Artefakte wie diese waren es, die das gemeine Volk die Nase rümpfen ließen. Es übersah gerne die Narben, die es gekostet hatte, sich diese zu verdienen. Die Gilde verschenkte nichts. Sie belohnte die Starken, die Vielversprechenden. Der Obsidianbogen auf seinem Rücken war machtvoll, in den Händen eines unerfahrenen Jägers jedoch wertlos – und für einen Nachtwolf gerade gut genug.

Als hätte dieser seine Gedanken gelesen, wehte ein klagendes Heulen von Nordost heran. Trotz des Schutzzaubers fröstelte Ryszard wieder. Da war etwas in der Stimme des Tiers, das nach Wehmut und Abschied schmeckte – einem endgültigen Abschied. So klang nur der Lichtfresser.

Also stimmt es. Sie sind einem Nachtwolf begegnet und haben überlebt. Ein Rätsel, das er bald lüften würde. Entschlossen zurrte er sein Marschgepäck fester und beschleunigte seine Schritte. Vielleicht schaffte er es noch bis Mitternacht zum Nimmerkalten See.

 

Ryszard war kein Mensch mit viel Phantasie. Eine zu rege Vorstellungskraft war auf der Jagd eher hinderlich, nährte sie doch die Angst. So hatte er sich den Nimmerkalten See bestenfalls als eisfrei ausgemalt. Die wilde Schönheit, die er vorfand, traf ihn unvorbereitet. Das Wasser musste regelrecht warm sein, denn schwerer Nebel stieg unentwegt von ihm empor und kroch in Richtung des Landes. Die Schwaden leuchteten im Mondlicht, während schwarzgezackte Berge wie ein Schattenriss das jenseitige Ufer umfassten.

Ein Knacken in der Nähe brachte ihn wieder zur Besinnung und den Bogen in seine Hand. Ohne nachzudenken hatte er bereits einen Pfeil aufgelegt. In den Dunstschwaden mochte alles lauern. Angespannt lauschte er.

Da bewegte sich etwas im Nebel. Schnee knarzte, bedacht gesetzte Schritte kamen in seine Richtung. Dann sah er den gewaltigen Schatten, der sich schwarz aus dem leuchtenden Weiß herausschälte. Doch die Proportionen stimmten nicht. Kein Nachtwolf, sondern ...

... ein Hirsch. Noch hatte er Ryszard nicht bemerkt. Rasch zählte er die Geweihspitzen und ein Lächeln trat in sein Gesicht. Einen Zweiundzwanzigender sah man nicht alle Tage. Was für ein prachtvolles Geschöpf. Die Sehne surrte und der Pfeil durchschlug den Hals des Wildes. Mit einem leisen Röcheln brach es zusammen. Eilig huschte er zu seiner Beute, ignorierte das Schnauben und den panischen Blick und vollzog den Gnadenschnitt mit seiner Silberklinge. Schneller und gnädiger konnte ein Tier nicht sterben als durch seine Hand.

Mit einem geübten Griff in die richtige Manteltasche brachte er einen Stasiskristall zum Vorschein und platzierte ihn auf dem erlegten Hirsch. Auf dem Rückweg würde er das Geweih mitnehmen. Irgendein Adliger würde dafür eine stattliche Summe bezahlen.

 

Konzentriert starrte Ryszard auf die Spuren, die sich ihm darboten. Der Ort des Kampfes war ein Durcheinander aus plattgetrampeltem oder plattgewalztem Schnee und einer ganzen Menge Blut. Auf Anhieb war klar, dass es unmöglich nur von Knut stammen konnte, sonst hätte der Mann es niemals lebendig zurückgeschafft. Aber nie und nimmer hatten zwei einfache Jäger es fertiggebracht, einen Nachtwolf zu verletzen. Sein Fell absorbierte nicht nur Helligkeit, sondern zersetzte auch gewöhnliche Klingen.

Kopfschüttelnd schaute er sich die nähere Umgebung an. Auch dort gab es Fährten und Blut. Nach und nach ergab all das eine Geschichte. Die gewaltigen Pfotenabdrücke des Lichtfressers kamen von Osten und waren durchsetzt von roten Tropfen. Die Bestie war bereits verletzt gewesen. Vielleicht war die Wunde während des Kampfes weiter aufgebrochen, oder einer der beiden Dorfbewohner hatte einen glücklichen Treffer an der ungeschützten Stelle gelandet.

So oder so – der Nachtwolf hatte sich in Richtung des Sees zurückgezogen und war dann mit großen Sprüngen gen Westen geflohen. Die Blutspur zeigte, dass es ihm schlechter ging als zuvor. Ryszard grinste. Das war zu gut, um wahr zu sein. Gegen einen leicht verdienten Aufstieg in der Gilde gab es nichts einzuwenden. Augenblicklich verwarf er seinen ursprünglichen Plan, die restliche Nacht hier zu verbringen, und nahm die Verfolgung auf.

 

Norden, stets nach Norden. Nachdem die Bestie den Nimmerkalten See umrundet hatte, gab es für sie offenbar nur eine Richtung. Vermutlich zog es sie sterbend zurück in ihre im Winter lichtlose Heimat. Oder hießen ihre Instinkte sie, vor ihrem Verfolger zu fliehen? In dieser verwundeten Verfassung waren die Zähigkeit und die Ausdauer des Lichtfressers seine beste Chance auf Überleben.

Die Sonne hatte sich inzwischen längst über den zerklüfteten Horizont des Tals geschoben und für einen Moment den Schnee derart rot gefärbt, dass das Blut der Bestie dagegen verblassen wollte. Unbeirrt folgte Ryszard der Fährte. Sollte er seine Beute vor Sonnenuntergang aufspüren, würde ihm das zum Vorteil gereichen. Dann sah sie schlechter und er besser. Auf eine weitere sternenklare Nacht zu hoffen war riskant. Beiläufig entkorkte er ein Fläschchen mit einem Ausdauerelixier und leerte es in einem Schluck. Achtlos warf er es beiseite. Unnötiger Ballast.

So erfrischt beschleunigte er seine Schritte. Auch wenn das Tal langsam aber stetig anstieg, durfte er nicht an Geschwindigkeit verlieren. Im Gegenteil – er hieß die Anstrengung willkommen. Es war verdammt kalt und sie wärmte seinen Körper von innen. Der dritte Edelstein an seinem Amulett war längst aktiviert und er zögerte, den vierten zu verwenden. Wer wusste schon, wie schlimm es noch werden würde.

 

Es wurde schlimmer. Kaum hatte Ryszard das Hochplateau erreicht, in welches das Tal mündete, wehte ihm ein schneidender Nordwind entgegen. Er hatte bereits den Tannenwald hier oben von seiner Schneelast befreit, dabei Äste und ganze Stämme umgebrochen und die Trittsiegel des Nachtwolfs zugeweht. Einzig ein Hauch von Rot schimmerte hier und da durch das pulverige Weiß. Knurrend berührte er den nächsten Edelstein.

Wie konnte es hier derart kalt sein? Das war widernatürlich. Auch der Wind war zwischen den Bäumen stärker, als er es sein sollte. Nervös leckte Ryszard sich über die Lippen und bereute es auf der Stelle. Dem Schutzzauber zum Trotz gefror der Speichel auf seiner Haut sofort.

Als er sich wieder der Spur zuwandte, war sie fort – restlos. Kopfschüttelnd streifte er alle Zweifel und unnützen Gedanken ab und besann sich auf seine jahrelange Übung. Dort. Kaum erkennbar, aber eindeutig sah er rotes Blut in weißem Schnee. Also folgte er der Fährte weiter.

Beinahe schien es, als würde mit jedem Schritt der Wind stärker und frostiger wehen, was schier unmöglich war. Vermutlich waren es nur seine erschöpften Beine und der Hunger, die ihn narrten. Doch die Kälte kroch ihm immer kräftiger in die Glieder. Widerwillig aktivierte er den letzten Edelstein an seinem Amulett. Als sich ein wenig Wärme über ihn legte, hielt er kurz inne und schaute auf. Was er sah, ließ sein Herz schneller schlagen.

Der Wald endete vor ihm abrupt. Er gab den Blick auf das Ende des Talkessels frei. Vielleicht eine halbe Meile gab es nur noch eine schneebedeckte Einöde. Die Blutspur des Nachtwolfs, die auf dem harschen Schnee nun wieder besser zu erkennen war, führte mitten hinein. Rundherum erhoben sich schroff die Felswände des Gebirges – der Lichtfresser saß in der Falle.

Verbissen setzte er seine Verfolgung fort. Der Frost griff nach Gliedern und Herz gleichermaßen. Seine Beine wurden immer schwerer. Selbst der letzte verbliebene Erfrischungstrank vermochte dem nicht viel entgegenzusetzen. Dann, wie mit einem Trommelschlag, riss der Wind ab. Eine verhängnisvolle Stille hielt Einzug.

Nun, da er die Augen nicht mehr zusammenkneifen musste, konnte er in der Ferne den schwarzen Fleck des Nachtwolfes ausfindig machen. Doch er floh nicht länger. Mitten auf der Ebene, die vermutlich ein zugefrorener See war, hatte er sich seinem Verfolger zugewandt und wartete mit erhobenem Haupt. So sollte es nicht sein.

Aber Ryszard war nicht jener Schlag Mann, der sich über die Karten beschwerte, die ihm das Schicksal zuteilte. Er legte einen Mondsilberpfeil auf den Bogen und schritt auf seine Beute zu.

Als er die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht hatte, geschah es. Der Berghang am Ende des Tals geriet in Bewegung – oder so schien es. Rasch erkannte der Jäger, dass ihn seine Augen narrten: Etwas unfassbar Großes hatte sich dort gerührt. Schnee fiel von vermeintlichen Felsen ab, als sich ein gigantischer Leib aufrichtete und sich ein Kopf vom Ausmaß eines Hauses erhob.

Die Götter stehen mir bei. Ein Eisdrache! Plötzlich ergab alles einen Sinn: die aberwitzige Kälte, der hartnäckige Sturm. Man nannte die Bestie nicht umsonst auch Winterbringer.

"Nun Gildenjäger ..." Die Worte dröhnten wie eine herabstürzende Felslawine. Der Boden bebte dabei. "Dein Weg endet hier. Ich brauchte dafür nur einen guten Köder." Der Nachtwolf stimmte ein markerschütterndes Geheul an und trottete davon.

Ryszards Gedanken formten eine gnadenlose Erkenntnis. Von Anfang an war er die Beute gewesen, nicht der Lichtfresser. Hatte vielleicht der Drache selbst die Wunde in dessen Flanke geschlagen? Es spielte keine Rolle. Auch wenn er es zurück zum Waldrand schaffte, würde der Eisdrache mit seinen Schwingen einfach noch die restlichen Bäume fällen, um ihn zu erschlagen. Ungläubig schüttelte er den Kopf. Wie hatte er die Zeichen übersehen und nicht auf seine Instinkte hören können? Ihm entkam ein verständnisloses: "Wieso?"

"Das fragst du?" Der Zorn des Winterbringers fegte in Gestalt eines Blizzards über die Ebene und schleuderte Ryszard von den Füßen. "Du und deine abscheuliche Gilde seid auf einer Jagd, die nicht satt macht. Der Hunger nach der nächsten Trophäe, der Durst nach ‚Ehre‘, euer Verlangen mit euren Taten zu prahlen, lässt euch blind für das Leben selbst sein. Ihr habt euch mit euren arkanen Waffen zu den Herren über Leben und Tod erhoben." Der Eisdrache schwieg für einen Moment. Eiskaltes Feuer loderte in seinen Augen. "Was meinst du, was die Götter davon halten?"

Während der Jäger sich wieder aufrappelte, packte er seinen Bogen fester. "Wenigstens bleibt mir noch ein ehrvoller Kampf!", rief er trotzig.

Der Winterbringer stieß ein Lachen aus, kurz und hart. Es klang wie Donnergrollen. "Nichts von dem, was du je getan hast, war ehrenvoll, Mensch. Wieso sollte dein Tod die Ausnahme sein?"

Brüllend riss er sein Maul auf und spie blaue, lodernde Flammen aus, die über die Ebene fegten. Eine Kälte griff nach Ryszard, die ihn verzagen ließ. Das Amulett um seinen Hals summte zornig und stemmte sich dem Frost mit aller Kraft entgegen. Einen zagenden Herzschlag lang erweckte es den Anschein, es könnte bestehen. Dann zerbarsten die Edelsteine darauf wie Glasperlen unter einem Schmiedehammer. Schlagartig spürte der Jäger gar nichts mehr. Gefangen in einem Taubheitsgefühl hörte Ryszard nur noch ein knirschendes Knacken, das durch seinen Körper ging, bevor seine Welt in unzählige Splitter zersprang.

 





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